32. Anti-Lockdown-Demo, die SPD mit Diskursverächtung und lustige Antifant*_Innen

Veröffentlicht in: Covid19, Stralsund | 1

Stralsund Alter Markt und Innenstadt, Montag 07.12.2020

Als wir den Alten Markt betraten, fiel auf, dass die gesamte Weihnachtsbeleuchtung ausgeschaltet war. Als ob man so eine nichtgenehme Demo behindern kann. Wie naiv und kindisch von den Stadtoberen. Zu den Kindern kommen wir noch.

Seit 32 Wochen rufen die Veranstalter „Politiker redet mit uns!“ Kommt an das offene Mikrofon!“ Kein Redner der sogenannten Altparteien fand bis dato den Weg an das offene Mikrofon.

Nun wurde als Redner im Vorfeld Andreas Kalbitz angekündigt. In einem offenen Diskurs spielt es keine Rolle, ob man mit den Positionen von Herr Kalbitz übereinstimmt oder nicht. Sinn eines offenen Meinungsaustausches, wenn Meinungsfreiheit herrscht, ist insbesondere das Aufeinandertreffen kontroverser Standpunkte.

Das sieht die SPD-Bürgerschaftsfraktion Stralsund anders:

https://www.facebook.com/SPD.Fraktion.Stralsund

Heute wird die Montagsdemo gegen die Corona-Maßnahmen in Stralsund von einer traurigen „Prominenz“ unterstützt: Andreas Kalbitz, ehem. AfD-Mitglied, bekannt für seine Besuche bei Nazi-Camps.

Für uns als demokratische Partei und Fraktion ist es unvereinbar, zusammen mit Rechtsextremen „für“ Demokratie und Grundrechte zu demonstrieren. Wir verurteilen diesen Schulterschluss aufs Schärfste und stehen für ein weltoffenes und buntes Stralsund!

#stralsund #hansestadtstralsund #weltoffen #solidarität #Demokratie #Grundrechte #“

Mit den „falschen“ Leuten über Demokratie reden, geht gar nicht. Was Diskursverweigerung und –verhinderung mit weltoffen, Demokratie, Solidarität und Grundrechten zu tun hat, erschließt sich uns nicht.

Jedenfalls mobilisierte man zum „letzten Gefecht“ vor dem Gewerkschaftshaus Fridays for future (https://www.instagram.com/fridaysforfuture.stralsund/).

Nun kann man nicht hüpfende Freitagskinder Montagabend auf die Straße schicken. Offensichtlich hatten sie keine Ahnung vom Thema der Demo und brachten die Plakate „Rassismus tötet“, „Gegen rechts“, „Stralsund bleibt bunt“ und die Schreilosungen „Alerta, alerta, Antifaschista“, „Nazis raus“ usw., die sie immer dabei haben, mit. Dazu kamen undefinierte Laute, die vermutlich aus der Tiersprache stammten, vielleicht auch ein antifaschistischer Geheimkode war.

Jedenfalls bekamen sie von den Rednern ordentlich „Feuer“. Die Beschallungsanlage des Veranstalters „Bürgerbewegung MV-HST“ leistete gute Arbeit, so dass man davon ausgehen kann, dass unsere „aufrechten“ Gegendemonstranten akustisch die Botschaften besser verstanden, als umgekehrt. Vor Veranstaltungsende waren sie auch alle weg. 22 Uhr gehören Kinder auch ins Bett.

Andreas Kalbitz kam dann doch nicht, da er in Bergen mehrere Stunden von der Polizei festgehalten wurde. https://www.facebook.com/AfD.VR/videos/751413535460382

Schlussendlich zog der Demonstrationszug, wie geplant, durch die Innenstadt und am offenen Mikrofon ergriffen u.a. neben dem Veranstalter, Künstler, ein Gastronom und ein Lokalpolitiker der AfD von der Insel Rügen das Wort.

Nicht nur die Teilnehmer werden mehr (begonnen wurde mit 5 Leuten), sondern die Töne werden ebenfalls schärfer. Dieser Trend wird sich nächstes Jahr verschärfen, je mehr Menschen durch die Maßnahmen ruiniert werden und nichts mehr zu verlieren haben.

Da der Lockdown weitergeht, gehen auch die Demonstrationen weiter.

Die Polizei hat einerseits die Demonstranten beschützt, anderseits fing sie zum Ende an, Ordnungswidrigkeiten (Verstoß gegen die Maskenpflicht) aufzunehmen. Dies nahm eine interessante Wendung. Zum Demonstrationsgeschehen veröffentlichen wir demnächst mehrere Videos (https://www.youtube.com/c/AktionsgruppeNordOst/videos).

Sie, liebe Leser, werde sehen, Norddeutsche können sich auch im Winter erhitzen.

Trotz alles Diffamierungen, Störversuchen und Repressionsversuchen, keine Chance – die Grundrechte werden verteidigt!

  1. Ernst Paidsche

    Die Tatsache, dass die selbsternannten Klassenkämpfer von der Antifa versuchen, eine Demonstration zu stören, auf der gegen totalitäre Maßnahmen einer Gesundheits-Diktatur protestiert wird zeigt, wie sehr sich diese Bewegung vom System hat kaufen lassen. Ein Redner spricht davon, dass die kleinen Leute sich gegenseitig unterstützen sollen und dass wir aufören müssen, die Eliten und Superreichen mit unserem Geld zu fördern, und die Linksextremisten, die sonst von Kommunalismus und der Abschaffung gesellschaftlicher Hierarchien reden, beschreien den Redner als Faschisten. Es ist eine Clownwelt in der wir leben.

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