Der biologische Leninismus – Teil 2

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Sich im modernen Westen allein auf den die Spanne zwischen Arm und Reich zu konzentrieren lohnt sich nicht, denn unsere Wirtschaft ist so stabil, dass selbst die modernen Proletarier im relativen Wohlstand leben. Wer ein Auto und einen gefüllten Kühlschrank hat und sich abends vor den Fernseher setzen kann, ist ausreichend befriedigt und hat etwas zu verlieren. Deshalb sieht er keinen Zweck darin, gegen die Obrigkeit zu rebellieren. Im modernen Westen würde kaum jemand eine kommunistische Partei wählen. Wozu auch? Man bekommt doch alles, was man braucht. Die Übernahme muss also erst auf einem anderen Weg erfolgen. Der biologische Leninismus brachte einen Prozess ins Spiel, der in Deutschland als der „Marsch durch die Institutionen“ bekannt wurde.

Anstatt sich rein auf die parlamentarische Politik zu konzentrieren, setzte die politische Linke jetzt auf die Institutionen, die die öffentliche Meinung am meisten prägen: Die Schulen, die Universitäten und die Medien. Linke Intellektuelle haben diese Institutionen schrittweise infiltriert und letztendlich widerstandslos übernommen. Nun bestimmen sie den öffentlichen Diskurs. Ein Kind kann aus einer noch so reichen, vom Kapitalismus gesegneten Familie kommen, früher oder später wird es mit linken Ideen konfrontiert, und dies nicht gerade auf eine objektive Weise. Sei es in der Schule, wo der Lehrer vom revolutionären Geist der 68er Bewegung schwärmt, oder im Studium, wo man ohnehin links sein muss, um sich bei seinen Kommilitonen nicht unbeliebt zu machen, links zu sein ist in der heutigen Zeit die einzige akzeptable Option. Alles, was uns heutzutage als öffentliche Meinung verkauft wird, zielt darauf ab, linkes Gedankengut zu verbreiten.

Was den biologischen Leninismus maßgeblich prägt, ist die Schöpfung neuer Minderheiten. Diese stammen meistens aus der privilegierten Bevölkerungsschicht, aber durch die Manipulation durch linke Medien haben diese das Gefühl, von der „konservativen Obrigkeit“ unterdrückt zu werden und sehen sich deshalb dazu verpflichtet, den Progressivismus zu unterstützen. Der linke Mainstream und das moderne Bildungssystem drängen junge Leute förmlich dazu, sich einer sexuellen Minderheit anzuschließen. Auf unserem Blog gibt es bereits einen interessanten Beitrag zu diesem Thema. Jeder, der sich an seine Schulzeit zurückerinnern kann weiß, dass Kinder ständig versuchen, Aufsehen zu erregen, um sich von ihren Mitschülern abzuheben. Heute schafft man das am besten damit, indem man sich als „queer“ outet. Kinder der autochthonen Bevölkerung zu „rekrutieren“ ist in zweierlei Hinsicht effektiv: Man stärkt seine eigenen Reihen und entzieht dem ideologischen Gegner den Nachwuchs. Ich erwähnte dies bereits in einem älteren Beitrag. Trends haben schon immer existiert, aber bisher basierten diese eher darauf, dass man sich mit einem bestimmten Mode- oder Musikgeschmack vom Rest der Menge abheben wollte. Mit der LGBT-Bewegung sehen wir uns mit einem Trend konfrontiert, der für Jugendliche nachhaltige Schäden mit sich bringen kann. Viele Heranwachsende lassen sich für diesen Trend hormonell behandeln und beeinflussen daher ihre körperliche Entwicklung. Diese Entscheidung bereuen die meisten in ihrem späteren Leben, die Selbstmordrate ist unter Transsexuellen nicht ohne Grund so erschreckend hoch.¹

Diese geheuchelte Toleranz kehrt sich nach dem Machtantritt der Leninisten jedoch wieder in das Gegenteil um. Sobald der Regimewechsel erfolgreich vonstatten ging, werden Minderheiten nach und nach wieder in ihre ursprüngliche Position gedrängt. Es gibt einen Grund, warum bestimmte Minderheiten keinen besonders hohen Status in einer funktionierenden Gesellschaft genießen: Auf Minderheiten lässt sich kein funktionierendes System aufbauen. Die Machtpositionen des neuen Regimes werden dann wieder von den Personen eingenommen, die dem System am nützlichsten erscheinen, und dies sind in den meisten Fällen heterosexuelle weiße Männer. Die linke Komponente dieses totalitären Regimes geht ebenfalls verloren, denn durch die uneingeschränkte Macht des Staates ist dieser nicht mehr auf die Meinung seines Volkes angewiesen.

Das Besondere an der Demokratie ist die Tatsache, dass eine Opposition tatsächlich die Chance hat, auf legalem Wege an Macht zu gelangen. Diese muss zu diesem Zweck nur vernünftig organisiert werden. Wenn der biologische Leninismus weiter agieren darf, wird er letztendlich dafür sorgen, dass in westlichen Ländern linkstotalitäre Regimes an die Macht kommen werden, und das sogar ohne eine blutige Revolution. Jemand, der etwas zu gewinnen hat, wird eher an der Umsetzung seiner Ziele arbeiten als jemand, der einfach nur will, dass alles beim Alten bleibt. Aus diesem Grund preschen linke Ideologien in unserer westlichen kapitalistischen Gesellschaft auch immer weiter voran. Progressive Kräfte haben schon längst den Großteil der politischen und metapolitischen Macht ergriffen, sie heucheln der Bevölkerung dennoch vor, dass die eigentliche Macht weiterhin von Konservativen ausgeht. Ein kritischer Blick in die Medien reicht aus, um diese Lüge zu enttarnen. Selbst Parteien wie die Republikaner in den USA oder die CDU in Deutschland, welche sich nach außen hin als Konservative präsentieren, verfolgen in Wirklichkeit bewusst oder unbewusst eine linke Agenda. Die Gleichberechtigung von LGBTQs ist hier nur eines der offensichtlicheren Beispiele. Aktuell befindet der Westen sich in einer Lage, in der Parteien dazu gezwungen sind, sich politisch immer weiter nach links auszurichten, um ihr Fortbestehen zu sichern. Ein System, welches von politischen Parteien regiert wird, ist zwangsweise dazu verurteilt, sich nach Links zu bewegen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, muss die rechte Seite die Institutionen zurückerobern, die den öffentlichen Diskurs bestimmen.


¹Siehe hierzu auch den Artikel „Linke Strategie und biologische Fakten“ von Florian Müller (Krautzone, 18. Ausgabe, November/Dezember 2020)

Die originalen Blog-Einträge von Spandrell lassen sich hier nachlesen:

https://spandrell.com/2017/11/14/biological-leninism/

https://spandrell.com/2017/12/13/bioleninism-the-first-step/

https://spandrell.com/2018/01/21/leninism-and-bioleninism/

Bildquelle: Chip Somodevilla/Getty Images