Ich kann maskierte Menschen sehen – Eine Kampfansage an die andauernde Gesichtsverhüllung von Martin Sass

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Gelobt seien die sozialen Medien und ihre unvergleichlichen Möglichkeiten zur selbstdarstellenden Selbstbeweihräucherung. Es gibt sie tatsächlich noch, die Maskierten. Sie sind präsent und zeigen sich stolz all jenen, die sie (nicht) sehen wollen. Sie schlendern durch Geschäfte, bevölkern die Fußgängerzonen, wandern einsam in Wäldern und an Stränden. Sie sitzen alleine in PKWs oder stehen im 21. Stockwerk auf dem Balkon. Die Verhüter der ungehinderten Sauerstoffzufuhr zum Gehirn sind nach weitestgehender Aufhebung der Vermummungsregeln – abgesehen von sogenannten „Hot-Spots“ (eine Art Todeszonen, in denen immer noch massenhaft falsch und richtig positive Tests produziert werden) zu Verweigerern geworden.
Kaffeefiltertütenträger, die meinen, sie seien im Widerstand, nachdem der Staat das freie Durchatmen (vorläufig) wieder gestattet hat. Warum sie das glauben, erschließt sich mir nicht. Niemand verbietet ihnen, sich zu maskieren. Vielleicht gehört diese pseudorevolutionäre Attitüde zur wahnhaften Erzählung ihres Selbstbetrugs von Pandemie und Solidarität.
Zu anderen Zeiten würde ich mich in Toleranz üben und sie gewähren lassen. Jeder atmet nur so viel, wie er möchte. Aber das ist nicht der Punkt. Diese Leute wollen nicht einfach schlechter Luft bekommen, sie wollen etwas beweisen. Sie wollen Recht behalten mit der großen Corona-Erzählung, sie wollen Recht behalten mit ihren Belehrungen und Beschimpfungen von Andersdenkenden, Querdenkern, Impf- und Maskenmuffeln. Sie wollen den Zustand aufrechterhalten, in dem sie sich anderen als die Guten, die Solidarischen, die Übermenschen präsentieren konnten. Sie sehnen sich nach diesen wundervollen und berauschenden Zeiten von Denunziation und Ausgrenzung, von Lüge, böswilliger Verdrehung, Macht und Herrschaft über Schwächere.
Und genau deshalb halte ich Toleranz für fehl am Platze. Ich betrachte jeden Maskenträger als feindlichen Agenten. Jemand, der das erlogene Killerseuchen-Narrativ um jeden Preis aufrechtzuerhalten gedenkt. Diese selbsternannten Corona-Zorros wissen aufgrund einer inzwischen zwei Jahre andauernden Krise, dass diese Maskierung rein gar nichts bewirkt. Der gesamte Infektionsverlauf hat sich von Masken (von den „Impfungen“ wollen wir an dieser Stelle besser schweigen) nicht ansatzweise beeindrucken lassen. Jede Mund-Nase-verhüllende Maßnahmenverschärfung (erst Tuch, dann OP- und schließlich FFP2-Maske) hat zur Zuspitzung und uferlosen Aufrechterhaltung eines Infektionsgeschehens beigetragen, das bei zügiger Durchseuchung (unter gezieltem Schutz vulnerabler Gruppen) längst seinen Abschluss durch natürliche Immunität gefunden hätte. Die Maske war von Beginn an nie ein Akt des Gesundheitsschutzes sondern ein Zeichen von Gehorsam und Unterwerfung.
Was mich tröstet ist, dass die staubgeschützten Kampfplüschteddys nicht lange durchhalten werden. Der Typus des maskierten Mitläufers ist zum ernsthaften Widerstand nicht fähig. Dieses seichte Aufflackern von Trotz stellt nur eine Form des Ausbrands dar. Asche eines verkohlten Narrativs. Der Hauptstrom kann ohne die Anerkennung durch den Hauptstrom nicht überleben.