Protestaktion „Fliegender Otto“ endet in Schwerin

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Am Samstag, den 19.3. sollte eine der kreativsten und basisdemokratischsten Protestaktionen gegen die derzeitige Coronapolitik in Schwerin ihr (vorläufiges) Ende nehmen: der Fliegende Otto. Jene inzwischen 24 Meter lange Stoffbahn, die die Forderungen der Bürger M-V’s an die Landesregierung bezüglich der Corona-Politik enthält, auf der sich tausende Unterstützer mit ihrer Unterschrift verewigten.
Die letzte Gelegenheit, zu unterschreiben, wollten wir uns nicht entgehen lassen und reisten in die Landeshauptstadt.
Bei herrlichem Wetter versammelten sich zwischen 500 und 1000 Demonstranten am Klingbergplatz in Sichtweite zum Schweriner Schloß. Der „Fliegende Otto“ wurde hier von einem Radlader in die Höhe gehalten damit sich die letzten Unterzeichner eintragen und mit ihrer Unterschrift den Forderungen Nachdruck verleihen konnten. Es hatten sich u. a. viele junge Familien dazu eingefunden.
Veranstalter Daniel Gurr eröffnete anschließend die Kundgebung offiziell und nutzte die Gelegenheit, die Demo in Berlin auszuwerten, die tags zuvor stattgefunden hatte. Anschließend zogen die Teilnehmer ca. eine Stunde lärmend, friedlich und störungsfrei durch die Schweriner Innenstadt.
Während der Abschlußkundgebung berichtete Mit-Initiatorin Gitta Stroh von der Reise des „Fliegenden Otto“ durch das Land und freute sich über rund 4000 Unterschriften, die man in 28 Städten M-V’s gesammelt hatte. Geplant war ursprünglich, eine Urkunde mit den Forderungen an die Landesregierung zu übergeben. Es ließ sich jedoch kein Vertreter blicken.
Der Aktivist Martin Blumentritt, besser bekannt als „Martin aus Wolgast“, berichtete anschließend von seinen Demo-Erfahrungen mit Polizisten und Politikern. Emotional, kämpferisch und mitreißend und dabei kein Blatt vor den Mund nehmend. „In Berlin sagte uns die Polizei wörtlich: „Verpisst euch zurück an die Ostsee!“
Zum krönenden Abschluß der Veranstaltung ließ Daniel Gurr rund 20 Tauben als Zeichen des Friedens und der Verständigung in den Himmel steigen. Diese symbolische Geste macht deutlich, daß es in diesen Tagen für unser Land um viel mehr geht als „nur“ Corona. Wir sind entschlossen, für unsere Heimat einzustehen.

Wir stehen auf!